Ein Thema, das berührt

Intro

Seit Mai 2014 erhalten schwangere Frauen in Not mehr Hilfe und haben die Möglichkeit, vertraulich zu entbinden. Doch wie erfahren betroffene Frauen davon? Die Entwicklung der Kommunikationskampagne erfolgte über neues handeln in enger Abstimmung mit dem BMFSFJ. Gemeinsam mit dem Ministerium entwickelt neues handeln die Kampagne fortlaufend weiter.

KundeBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
ZeitraumSeit September 2013
Leistungen

Kampagnen-Konzeption
Materialentwicklung und Distribution
Influencer-Kooperation 

Vom Gesetz zur Kampagne

Erst einmal ist ein neues Gesetz lediglich schwarze Schrift auf weißem Papier.  Damit es lebendig wird, muss es im Alltag Anwendung finden. Das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt bietet verzweifelten Schwangeren rechtssichere Hilfe – durch anonyme Beratung und einfühlsame Begleitung vor und nach der Geburt. Beratung und Begleitung bieten schwangeren Frauen wichtige Unterstützung, wenn die Welt Kopf steht. Deswegen stehen die verschiedenen Hilfsangebote im Fokus der Kommunikation, u. a. das Hilfetelefon für Schwangere in Not, die Websites und die Beratung vor Ort in über 1.600 Schwangerschaftsberatungsstellen. 

Die Zielgruppe ist sehr heterogen und die betroffenen Frauen befinden sich in einer schwierigen Lebenslage – sie zu erreichen und ihnen die Hilfsangebote vorzustellen, ist eine Herausforderung. Der Mix verschiedener Kanäle führt zum Erfolg: Breite Media-Schaltungen machen die Hilfen überall dort bekannt, wo verzweifelte Schwangere erreicht werden können. Konkrete Handlungshilfen und Informationen richten sich an die vom Gesetz betroffenen Akteure und unterstützen sie, die Regelungen umzusetzen.

Mit einem Kommunikationsmix zum Erfolg

Neben Maßnahmen im ÖPNV oder in geschützten Bereichen wie Frauenarztpraxen kommen unterschiedliche Online-Formate zum Einsatz. Im Zentrum dieser Kommunikationsmaßnahmen stehen dabei die Kampagnenwebsites schwanger-und-viele-fragen.de sowie geburt-vertraulich.de. Eine umfassende und dynamisch optimierte Google Ads-Kampagne auf Deutsch sowie in acht Fremdsprachen macht auf die Hilfsangebote aufmerksam. 

In sozialen Netzwerken effektiv junge Frauen erreichen

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat neues handeln eine der ersten Influencer-Kampagnen im politischen Raum umgesetzt. Die YouTuberin Lisa Sophie Laurent vermittelt hilfreiche Informationen für Notsitationen in Schwangerschaften behutsam, aber dennoch offen und direkt. Mit den Inhalten konnten bereits tausende Nutzerinnen erreicht werden. Weitere Kooperationen sowie Werbeschaltungen in Blogs und Podcasts tragen zusätzlich dazu bei, die Angebote der Schwangerschaftsberatung bekannter zu machen.

Hilfe, die ankommt

Drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde die Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht. Danach zeigt sich: Die Hilfe für schwangere Frauen in Notsituationen kommt an. Das Gesetz wirkt und die beteiligten Akteure setzen es erfolgreich um. 2019 wurde das fünfjährige Jubiläum des Gesetzes gemeinsam mit vielen engagierten Helferinnen und Helfern gefeiert. neues handeln konzipierte und begleitete die Planung und Durchführung der Fachveranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Neue Materialien zur Sexualaufklärung

Zur Verteilung im schulischen Kontext hat neues handeln zusammen mit dem Bundesfamilienministerium aktuelle Materialien zur Sexualaufklärung entwickelt und produziert. Um die jugendliche Zielgruppe effektiv zu erreichen, wird mit unterschiedlichen Partnern kooperiert, die Informationen zur Sexualaufklärung an die Schulen bringen. Basierend auf der Gestaltungslinie wurde parallel eine Bannerkampagne beim Streamingdienst Spotify geplant und durchgeführt.